Ich bin heute mal, entgegen meiner üblichen Rentnertagesrunde (ca.50km), etwas länger (ca.150km) und mit kurzem Vollgasanteil auf der AB mit meiner R1250R unterwegs gewesen. Danach lief der Boxer wunderbar rund und auch die üblichen mechanischen Nebengeräusche incl. "Löffel in Tasse Geräusch" waren nur noch schwach wahrnehmbar. Jawohl, dachte ich mir, so muss das sein!
Wie ist das bei euch, habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Meine Theorie ist nun folgende: Ein kompl.. durchgewärmter Motor ist das, worauf die Konstrukteure Steuerzeiten etc. exakt abstimmen. Wärmeausdehnung bei Aluminium darf man nicht unterschätzen, ich hatte mal den Kurbelwellenlagersitz einer 600er KTM ausgefräst um einen neuen Lagerring aus Kugelgraphitguss einzuschrumpfen. Bei Raumtemperatur hatte der Durchmesser 70.00mm, bei einhundert Grad waren das schon 70.32mm.
Beim Boxer unterliegt der Abstand von der Kurbelwelle zur Kettengetriebenen Zwischenwelle in der Warmlaufphase sicher auch Schwankungen da sich der Motor ausgehend vom Brennraum nur allmählich erhitzt. Das heißt für mich, dass die Steuerzeiten nur bei kompl. gleichmäßig durchgewärmten Motor so sind wie sie sein sollen. Das gerade verzahnte Zahnradpaar im Zylinderkopf leistet bei den mechanischen Geräuschen auch seinen Beitrag, gerade verzahnt hat den Vorteil des optimalen Wirkungsgrades und es treten keine axialen Kräfte auf, die der Konstrukteur bei der Lagerung berücksichtigen muss. Nachteilig sind halt die mechanischen Geräusche.
Wenn das "Löffel in Tasse Geräusch" wie bei mir heute, bei heißem Motor nur noch schwach zu hören ist, spricht das doch eigentlich gegen die Air-Box Theorie, oder?
Ich bin kein Motorenexperte, nur ein gelernter Werkzeugmacher mit mehreren Jahrzehnten Schrauber Historie. Ich lerne gerne hinzu, bitte korrigiert mich, wenn ich Mist geschrieben habe.
Gruß Peter
Wie ist das bei euch, habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Meine Theorie ist nun folgende: Ein kompl.. durchgewärmter Motor ist das, worauf die Konstrukteure Steuerzeiten etc. exakt abstimmen. Wärmeausdehnung bei Aluminium darf man nicht unterschätzen, ich hatte mal den Kurbelwellenlagersitz einer 600er KTM ausgefräst um einen neuen Lagerring aus Kugelgraphitguss einzuschrumpfen. Bei Raumtemperatur hatte der Durchmesser 70.00mm, bei einhundert Grad waren das schon 70.32mm.
Beim Boxer unterliegt der Abstand von der Kurbelwelle zur Kettengetriebenen Zwischenwelle in der Warmlaufphase sicher auch Schwankungen da sich der Motor ausgehend vom Brennraum nur allmählich erhitzt. Das heißt für mich, dass die Steuerzeiten nur bei kompl. gleichmäßig durchgewärmten Motor so sind wie sie sein sollen. Das gerade verzahnte Zahnradpaar im Zylinderkopf leistet bei den mechanischen Geräuschen auch seinen Beitrag, gerade verzahnt hat den Vorteil des optimalen Wirkungsgrades und es treten keine axialen Kräfte auf, die der Konstrukteur bei der Lagerung berücksichtigen muss. Nachteilig sind halt die mechanischen Geräusche.
Wenn das "Löffel in Tasse Geräusch" wie bei mir heute, bei heißem Motor nur noch schwach zu hören ist, spricht das doch eigentlich gegen die Air-Box Theorie, oder?
Ich bin kein Motorenexperte, nur ein gelernter Werkzeugmacher mit mehreren Jahrzehnten Schrauber Historie. Ich lerne gerne hinzu, bitte korrigiert mich, wenn ich Mist geschrieben habe.
Gruß Peter



