Nano, bitte nicht persönlich nehmen.
Die 163.000km sprechen in deinem ganz eigenen Fall für dich und im jetzigen Moment erstmal dafür.
Wenn der Motor mal hops geht, kannst du sagen das du nur alle 20.000km einen Ölwechsel gemacht hast.
Aber die wirkliche Frage wäre doch, wie lange hätte er unter exakt den gleichen Bedingungen, also bei dir, gelaufen wenn du z.B. alle 10.000km einen Ölwechsel gemacht hättest? Alles andere ist ja kein Maßstab. Andere Fahrer/anderer Fahrstil darf man nicht heran ziehen, das würde das Ergebnis erheblich verfälschen.
Mal deine 160.000km angenommen:
Der Mehrpreis von 8 Ölwechsel (alle 20.000km) zu 16 Ölwechseln (alle 10.000km) beträgt bei 7 Euro Literpreis gerade mal 224Euro. Wenn der Motor dadurch "nur" 50.000km länger hält, hat es sich x-fach bezahlt gemacht.
Und, ganz wichtig zu wissen, je weniger ein Motor gefordert wird, desto "unwichtiger" ist ein ausreichend stabiler Schmierfilm. Aber wehe der Motor wird dann mal mit altem Öl richtig gefordert.
Ich kenne jemanden, der ist 100.000km mit ein und demselben Öl im Auto gefahren, hat immer nur nachgekippt was fehlte und war ganz begeistert, das der Motor läuft. Ich muss dazu sagen, der ist in seinem Leben nie schneller als 80km/h gefahren und hat immer bei um 2000U/min herum geschaltet.
Ich fragte ihn dann ob ich sein Auto mal ne Stunde fahren darf, so wie ich gern Auto fahre. Das hat er mir nicht erlaubt. Er hatte Angst um seinen Motor - mit absoluter Berechtigung.
Denn es macht einen großen Unterschied wenn man einen Motor mit so altem Öl hoch belastet.
Wenn du zwischen 3,8 bis 4,2 Liter verbrauchst, kann von dem Motor die maximale Leistung nicht oft abgerufen werden. Ist nunmal ein technischer Fakt. Deshalb musst du aber längst nicht langsam sein!!!!!!
Habe ich auch mit keiner Silbe behauptet, werde ich auch nie tun!
Wie schnell du im Kurven rein rollst und wie früh du wieder ans Gas gehst, ist ne völlig andere Sache. Man kann auf Pässen auch mit wenig(er) Gaseinsatz schnell sein außerdem fährst du von deinen z.B. 163.000km ja nicht 150.000km auf Pässen herum.
Der andere eiert um die Kurve und muss nach der Kurve voll am Gas drehen und alles geben, um wieder an dich heran zu kommen.
Du fragst weshalb aus dem 5W40 ein 0W30 geworden sein soll. Wirds natürlich nicht wirklich in der Exaktheit, aber es wird dünner, wo und in welchem Bereich ist unterschiedlich, das Beispiel aber nicht unrealistisch.
Es liegt bereits am Grundöl, bein 5W Öl hat ein dünnes Grundöl. Ein 15W ein dickes Grundöl. Je dicker das Grundöl, desto stabiler und länger stabil ist die Viskosität bei hohen Temperaturen weil weniger VI Verbesserer eingesetzt werden müssen.
Aber letztendlich ist deine Frage warum ein Öl dünner wird das Problem. Viele wissen gar nicht was mit Öl passiert und wie es funktioniert, muss ja auch nicht, ist ja auch nicht jedermanns Tätigkeitsfeld.
Dafür gibts dann Ölwechselintervalle. Und diese Ölwechselintervalle ohne Fachkenntnisse zu verlängern ist dann eben eine Risikoentscheidung.
Öle sind wirklich hoch komplex, weil die Schmierstoffe so irrsinnig viele Augaben übernehmen müssen. Dabei helfen Additive, diese Additive verflüchtigen sich im Laufe der Zeit. Das eine schneller, das andere etwas langsamer, aber es werden alle Additive im Laufe der Zeit weniger oder schlechter in der Wirkung.
Diese Additive helfen z.B. dem Öl eine bei hohen Temperaturen nicht zu dünn zu werden. Im Laufe der Zeit verringern sich dieses Additiv (VI-Verbesserer) und das Öl wird dünner und dünner, der Schmierfilm ebenso - an dem Schmierfilm hängt aber der Verschleiß. Andere Additive helfen Ruß in der Schwebe zu halten, wieder andere Additive verhindern das Laugen am Metall nagen usw.
Wenn du wirklich wissen willst wie gut dein Öl ist, schick einfach mal ne Ölprobe von deinem über 20.000km alten Öl ein. Sowas ist sehr interessant.
Wie gesagt, Öl ist hochkomplex, Öl verschlechtert sich im Laufe der Zeit mitunter dramatisch, es verändert sich mit zunehmender Belastung stark.
Öl kann bereits nach 3000km, wenn der Motor stark gefordert wurde, einen großen Teil seiner anfänglichen Performance verlieren, damit einhergehend auch seine Viskosiät und Ölfilmfestigkeit.
Hier noch ein interessanter Link für interessierte:
https://addinol.de/service/expertentipps/additive/
So, mehr möchte ich gar nicht schreiben. Verwirrt sonst nur und die Fragen werden zahlreicher werden.
Jeder kann es natürlich machen wie er will und wenn jemand eine andere Meinung hat, absolut kein Problem, einfach machen wie er will.